Finasterid: Was Sie über seine Anwendung bei Haarausfall und Prostata wissen sollten
Seien wir ehrlich. Finasterid ist eines jener Medikamente, das viele Menschen sofort mit Haarausfall assoziieren. Aber es wird nicht nur in diesem Zusammenhang verwendet. Es ist auch Teil der Behandlung für bestimmte Fälle von benigner Prostatahyperplasie.
Was Finasterid ist und warum es angewendet wird
Finasterid ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das zur Gruppe der 5-Alpha-Reduktase-Hemmer gehört. Einfach ausgedrückt: Es wirkt auf einen hormonellen Signalweg, der sowohl mit der männlichen androgenetischen Alopezie als auch mit dem Prostataswachstum zusammenhängt.
Daher wird es hauptsächlich in zwei verschiedenen Szenarien eingesetzt: bei männlichem Haarausfall, in bestimmten Stadien, und bei symptomatischer benigner Prostatahyperplasie, wenn eine Vergrößerung der Prostata und damit verbundene Harnwegsbeschwerden vorliegen.
Wie es auf Haar und Prostata wirkt
Finasterid reduziert die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron, bekannt als DHT. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle bei der fortschreitenden Miniaturisierung des Follikels bei androgenetischer Alopezie und auch beim Prostataswachstum bei benigner Prostatahyperplasie.
Auf der Kopfhaut kann dieser Effekt bei einigen Männern dazu beitragen, das Fortschreiten des Haarausfalls zu verlangsamen. In der Prostata kann es helfen, das Prostataswachstum zu reduzieren und Symptome wie einen schwachen Harnstrahl, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder das Gefühl einer unvollständigen Entleerung zu verbessern.
In welchen Fällen es tatsächlich verschrieben wird
Bei androgenetischer Alopezie konzentrieren sich die spanischen Datenblätter für Finasterid 1 mg auf Männer mit androgenetischer Alopezie in Anfangsstadien. Des Weiteren weisen dieselben Datenblätter darauf hin, dass seine Wirksamkeit bei bipemporaler Rezession oder in fortgeschrittenen Stadien des Haarausfalls nicht nachgewiesen wurde.
Bei benigner Prostatahyperplasie für Finasterid 5 mg ist die Indikation anders: Es wird bei Männern mit symptomatischer benigner Prostatahyperplasie und vergrößerter Prostata eingesetzt, um Symptome zu verbessern, das Risiko eines akuten Harnverhalts zu verringern und die Wahrscheinlichkeit einer Operation zu reduzieren.
Welche Ergebnisse zu erwarten sind und welche Einschränkungen bestehen
Bei androgenetischer Alopezie bestehen offizielle Quellen darauf, dass die Behandlung nicht überstürzt bewertet werden sollte. Es kann zwischen 3 und 6 Monaten dauern, bis eine Stabilisierung oder Verbesserung sichtbar wird, und die eigentliche Beurteilung erfolgt normalerweise innerhalb des ersten Jahres.
Bei benigner Prostatahyperplasie sollte ebenfalls die Logik unmittelbarer Ergebnisse vermieden werden. Offizielle Quellen weisen darauf hin, dass es bis zu 6 Monate dauern kann, bis die volle Wirkung eintritt.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen, die nicht übersehen werden sollten
Wie jedes Medikament kann Finasterid Nebenwirkungen verursachen. Zu den bekanntesten gehören verminderte Libido, erektile Dysfunktion und Veränderungen der Ejakulation. Die Packungsbeilagen und Datenblätter nennen auch Depressionen oder Stimmungsänderungen, Hodenschmerzen, Brustanomalien und allergische Reaktionen in einigen Fällen.
Es gibt auch mehrere praktische Vorsichtsmaßnahmen, die es wert sind, beachtet zu werden. Finasterid ist nicht für Frauen indiziert, und schwangere Frauen oder solche, die schwanger werden könnten, sollten keine zerbrochenen oder zerdrückten Tabletten handhaben. Wenn Sie einen PSA-Test durchführen lassen, ist es wichtig, mitzuteilen, dass Sie Finasterid einnehmen, da dies die Interpretation des Tests verändern kann.
Was Sie vor einer Entscheidung beachten sollten
Finasterid sollte nicht als Abkürzung oder automatische Antwort auf jeglichen Haarausfall oder jegliche Harnwegsbeschwerden verstanden werden.
Es ist vernünftig, es dort einzuordnen, wo es wirklich hingehört: als ein Medikament mit spezifischen Indikationen, Reaktionszeiten, die Geduld erfordern, möglichen, aber nicht universellen Vorteilen und Nebenwirkungen, die ein ernsthaftes Gespräch verdienen, nicht nur eine beiläufige Bemerkung.
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